GAEB 2000 – P-Dateien (P81 bis P86)

GAEB 2000 ist das zweite GAEB-Austauschformat, erkennbar am P in der Dateiendung (P81, P83, P84 …). Es steht zeitlich zwischen GAEB 90 (D-Dateien) und dem heutigen GAEB DA XML (X-Dateien) und gilt als veraltet.

Woran Sie eine P-Datei erkennen

Der Buchstabe der Dateiendung nennt das Format, die Zahl die Austauschphase. Eine P83 ist also die Angebotsaufforderung im Format GAEB 2000 – inhaltlich dasselbe wie eine D83 oder X83.

Öffnet man eine P-Datei in einem Texteditor, sieht man Kennungen wie #begin[GAEB] und #end[GAEB]: GAEB 2000 markiert seine Inhalte mit solchen Schlüsselwörtern, statt wie GAEB 90 mit festen Spalten zu arbeiten. Gegenüber GAEB 90 kamen Textformatierungen und Anlagen hinzu.

Warum P-Dateien selten geworden sind

GAEB 2000 wurde vom XML-basierten GAEB DA XML abgelöst. P-Dateien entstehen heute fast nur noch in älteren Programmumgebungen oder stammen aus Altprojekten; neue Ausschreibungen kommen in aller Regel als X-Datei, manchmal noch als D-Datei.

P83 erhalten – was tun?

Bitten Sie den Auftraggeber um dieselbe Ausschreibung als X83 – die meisten AVA-Programme exportieren beide Formate. Die X-Datei können Sie im kostenlosen GAEB-Viewer ansehen und in Ihre Software einlesen.

Der Viewer selbst liest P-Dateien nicht, erkennt sie aber und sagt Ihnen, woran Sie sind. Auch PlanOffice liest GAEB 2000 nicht ein: Für ein Format, das kaum noch verschickt wird, ist die Rückfrage nach der X-Datei der schnellere Weg.

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